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Tower Climbing

Industriekletterer, in den USA Tower Climbers (wörtlich „Turmbesteiger”) genannt, werden an Funktürmen, Hochhäusern oder Brücken eingesetzt, um Wartungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen.

Das so genannte Tower Climbing stellt eine kostengünstige und flexible Möglichkeit zur Problembehebung für Baustellenbetreiber, Wartungsfirmen u.a. dar. Die angewandten Abseil- und Klettertechniken haben sich aus dem Bergsport entwickelt. Tower Climbers, zu deutsch Industriekletterer, werden an schwer zugänglichen Baustellen eingesetzt, wo die Errichtung eines Gerüstes oder der Einsatz eines Krans nicht möglich oder zu teuer sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass beim Einsatz eines Tower Climbers der Straßenverkehr wesentlich weniger beeinträchtigt wird als etwa bei der Verwendung eines Krans.

Tower Climbing: Gut bezahlter Job

Bei dem Arbeitsbereich Tower Climbing handelt es sich um eine sehr gut bezahlte Tätigkeit. Tagessätze ab 1.500 US-Dollar sind die Regel. Allerdings kommt das nicht von ungefähr, denn die Tower Climbers riskieren bei der Arbeit ihr Leben. Laut einer Studie von RCR Wireless starben im Jahr 2006 allein 18 Arbeiter in den USA bei einem Sturz von einem Funkmast. Im April 2008 kamen in einer Woche gleich fünf Tower Climbers ums Leben. Diese Häufung an tragischen Unfällen bewegte die Branche zu einem Umdenken beim Thema Arbeitssicherheit. Die großen Energie- und Mobilfunkunternehmen in den USA verpflichteten ihre Subunternehmer, regelmäßige Trainings für die Tower Climbers aber auch für die anderen Angestellten durchzuführen. Neben der Ausbildung am Seil ist eine gründliche Schulung in Erste-Hilfe-Maßnahmen unbedingt erforderlich. Im Notfall kann eine gute Erstversorgung durch das Team am Boden lebensrettend für den Tower Climber sein.